Bei bestem Herbstwetter fand am 1. November 2026 auf der Reitanlage Körner in Kirkel der Sichtungstag für die Grundlagengruppe Springen 2027 des Pferdesportverbandes Saar statt. Unter der Leitung von Landestrainer Manfred Reitmeier hatten die jungen Nachwuchsreiterinnen die Gelegenheit, ihr Können zu präsentieren und sich für die Aufnahme in den Förderkreis des Verbandes zu empfehlen.
Mit den Grundlagengruppen verfolgt der Pferdesportverband Saar das Ziel, talentierte junge Reiterinnen und Reiter frühzeitig zu erkennen und auf ihrem sportlichen Weg zu begleiten. Die Teilnehmenden müssen hierfür bereits erste Erfahrungen im Springreiten und Turniersport mitbringen. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht allein die sportliche Leistung, sondern vor allem das Potenzial der jungen Reiterinnen und Reiter, die sich durch Training, Engagement und die richtige Einstellung weiterentwickeln möchten.
Landestrainer Manfred Reitmeier legte beim Sichtungstag besonderen Wert auf die reiterlichen Grundlagen. „Der Schwerpunkt lag auf Sitz und Einwirkung sowie darauf, aus einem guten Rhythmus heraus zu reiten und sich optimal auf einen Parcours vorzubereiten“, erklärte er. Ziel der Grundlagengruppe sei es, den jungen Reiterinnen und Reitern in den Trainingseinheiten wichtige Impulse mitzugeben, ihre reiterliche Entwicklung gezielt zu unterstützen und sie bestmöglich auf ihre weitere sportliche Laufbahn vorzubereiten.
„Die heutigen Teilnehmerinnen sind insgesamt auf einem guten Weg“, zog Reitmeier ein positives Fazit. Besonders am Herzen liege ihm die Nachwuchsarbeit: „Es lohnt sich immer, Jugendliche zu unterstützen. Eine frühzeitige Förderung ist wichtig. Man muss aber auch bereit sein, Steine aus dem Weg zu räumen. So kommt jeder einen Schritt weiter.“ Entscheidend seien dabei nicht nur Talent und Ehrgeiz, sondern auch die richtige Einstellung zum Sport und zum Partner Pferd.
Zu den Teilnehmerinnen gehörte auch Luisa Jost vom RSG St. Martin Spiesen e.V., die mit ihrem 15-jährigen Schimmelwallach Diamantino, liebevoll „Manfred“ genannt, an der Sichtung teilnahm.
„Eigentlich war es ähnlich wie eine normale Trainingseinheit, nur eben außerhalb des heimischen Umfelds“, beschreibt Luisa ihre Eindrücke. Besonders wertvoll sei es gewesen, neue Anregungen von einem anderen Trainer zu erhalten. „Ich fand es sehr lehrreich und toll, einmal andere Eindrücke mitzunehmen.“ Spaß gemacht habe ihr an diesem Tag einfach alles. Die erhaltenen Tipps möchte sie nun in ihr weiteres Training einfließen lassen. Über eine Aufnahme in die Grundlagengruppe Springen 2027 würde sie sich sehr freuen.
Auch ihre Mutter Ute Jost verfolgte den Sichtungstag mit großem Interesse. Als aktive Reiterin begleitet sie ihre Tochter gerne auf deren sportlichem Weg.
„Es bedeutet mir viel, Luisa dabei unterstützen zu können“, erklärt sie. Ihre Tochter sei beim Sichtungstag genauso geritten wie im täglichen Training. Nun hoffe sie, dass eine mögliche Aufnahme in die Fördergruppe ihr dabei helfe, sich gemeinsam mit ihrem Pferd weiterzuentwickeln. „Diamantino ist nicht immer einfach. Ich hoffe, dass die beiden weiter zusammenwachsen und sich als Team stetig verbessern.“
Persönlich vor Ort war auch Heimtrainerin Katrin Dörrenbächer, die ihre Reitschülerin während des gesamten Tages begleitete. Besonders positiv hob sie die Arbeit von Landestrainer Manfred Reitmeier hervor.
„Mir hat sehr gut gefallen, dass sich Manfred für jede einzelne Reiterin Zeit genommen hat und individuell auf jede eingegangen ist“, berichtet Dörrenbächer. Auch wenn es einmal schwierig wurde, habe er die jungen Teilnehmerinnen motiviert weiterzumachen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Die aufgebauten Übungen seien durchdacht gewesen und hätten erkennen lassen, dass im Vorfeld genau überlegt wurde, wie die Reiterinnen bestmöglich gefördert und gleichzeitig gefordert werden können.
Für ihre Schülerin wünscht sich die Trainerin vor allem, dass sie sowohl im Springen als auch in der Dressur weitere Fortschritte macht und wertvolle Erfahrungen sammeln kann. Besonders wichtig sei ihr, dass Luisa lernt, auch in herausfordernden Situationen die Ruhe zu bewahren. „Das kommt mit der Zeit und der Erfahrung“, ist sich Dörrenbächer sicher.
Nach einem lehrreichen und abwechslungsreichen Tag verließen die Teilnehmerinnen, Trainer und Eltern die Reitanlage mit vielen neuen Eindrücken und Anregungen für die kommende Saison. Die zufriedenen Gesichter am Ende der Veranstaltung zeigten, wie viel Motivation und Begeisterung die Nachwuchsreiterinnen aus dem Sichtungstag mitnehmen konnten.
Wer sich ebenfalls für eine Förderung durch den Pferdesportverband Saar interessiert, hat schon bald die nächste Gelegenheit: Der Sichtungstag für die Grundlagengruppe Dressur findet am 28. November 2026 auf dem Berghof Einöd unter der Leitung von Landestrainerin Ulrike Lautemann statt. Auch dort werden wieder junge Talente gesucht, die den Pferdesport im Saarland künftig mitgestalten möchten. Anmeldungen sind noch bis zum 20. November 2026 möglich.







