Frida Kolla gewinnt das Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL der saarländischen Junioren 2026

Frida Kolla gewinnt das Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL der saarländischen Junioren 2026

2026-09-12T21:24:14+01:00

Mit dem Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL der saarländischen Junioren 2026 fand am 12.09.2026 beim RV Einöd e.V. die beliebte Nachwuchsserie ihren erfolgreichen Abschluss. Die Turnierserie wird vom Pferdesportverband Saar gemeinsam mit der Nürnberger Versicherung ausgerichtet und bietet jungen Dressurreiterinnen und Dressurreitern seit vielen Jahren eine wertvolle Plattform, um sich sportlich weiterzuentwickeln und wichtige Turniererfahrung zu sammeln.

Über vier Qualifikationsstationen beim RuF Beckingen e.V., RuFV Dreiländereck e.V., auf dem TG Bübinger Hof e.V. sowie beim RFV Limbach e.V. hatten die Nachwuchsreiterinnen die Möglichkeit, Punkte für die Finalqualifikation zu sammeln. Die zwölf punktbesten Teilnehmerinnen lösten schließlich das Ticket für das Finale in Einöd, in dem ausschließlich das Ergebnis der Finalprüfung über den Gesamtsieg entschied.

In der Dressurreiterprüfung der Klasse A präsentierten die Finalistinnen harmonische Vorstellungen und zeigten eindrucksvoll das hohe Niveau des saarländischen Dressurnachwuchses. Die Zuschauer erlebten spannende Entscheidungen und zahlreiche überzeugende Ritte.

Am Ende setzte sich Frida Kolla (RSV Schwalbach e.V.) mit ihrer zehnjährigen Stute Schokolatina durch. Das Paar erhielt von den Richterinnen die Wertnote 7,4 und sicherte sich damit den Sieg im Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL der saarländischen Junioren 2026. Den zweiten Platz belegte Emilia Meyer (TG Bübinger Hof e.V.) mit Dia Contigo (7,3), gefolgt von Enya Köhler (RSG Berghof-Einöd e.V.) mit Fürstin Karisma R. auf Rang drei (7,2).

Neben dem Finalsieg durfte sich Frida Kolla über eine weitere besondere Auszeichnung freuen. Die Nachwuchsreiterin erhielt zusätzlich den uvex-Stilpreis, der von der Landestrainerin Dressur Ulrike Lautemann vergeben wurde.

„Mit dem Sieg habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet“, berichtete Frida Kolla nach der Siegerehrung. „Schokolatina war beim Abreiten zunächst etwas spannig und ich musste mich erst etwas hineinfühlen. Im Viereck hat dann aber alles gut funktioniert.“ Besonders freue sie sich darüber, neben dem Finalsieg auch den uvex-Stilpreis gewonnen zu haben. „An meinem Sitz habe ich lange und intensiv gearbeitet. Dass sich das nun auszahlt, macht mich sehr stolz.“

Für die Stute steht nun die wohlverdiente Winterpause an. „Turniere werden wir in diesem Jahr keine mehr reiten, aber natürlich trainieren wir weiter für die kommende Saison“, erklärte die junge Reiterin. Schokolatina sei ein sehr sensibles Pferd, das viel Feingefühl benötige. „Wir sind in letzter Zeit richtig zusammengewachsen.“ Für die kommende Saison peilt Frida den Aufstieg in die Klasse L an. Der sportliche Erfolg stehe dabei jedoch nicht allein im Mittelpunkt: „Wenn es klappt, freue ich mich sehr. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Der gemeinsame Spaß mit dem Pferd steht für mich an erster Stelle.“

Auch Trainerin und Pferdebesitzerin Elke Klein zeigte sich bewegt vom Erfolg ihres Schützlings. „Frida reitet Schokolatina seit 2025 und schon sehr früh war für alle klar, dass die beiden hervorragend zusammenpassen.“ Besonders schätze sie die Arbeitsweise ihrer Reiterin. „Frida ist sehr konzentriert, unglaublich fleißig und konsequent im Training. Manchmal ist sie fast etwas zu selbstkritisch, aber genau das hilft ihr auch dabei, sich stetig weiterzuentwickeln.“

Dass Schokolatina überhaupt einmal so erfolgreich im Turniersport sein würde, sei ursprünglich gar nicht geplant gewesen. „Ich habe das Pferd eigentlich als Freizeitpferd gekauft. Eine Turnierkarriere stand überhaupt nicht im Vordergrund. Umso schöner ist es nun zu sehen, wie sich die beiden gemeinsam entwickeln.“ Die sensible Stute brauche einen Reiter, der zu ihr passe. „Schokolatina sucht sich ihre Menschen gewissermaßen aus. Deshalb freue ich mich besonders über die Harmonie zwischen ihr und Frida.“

Als Vertreter der Nürnberger Versicherung verfolgten Klaus Feilen und Carsten Faust die Finalprüfung vor Ort und gratulierten den Teilnehmerinnen persönlich.

Für Carsten Faust ist das Engagement in der Nachwuchsförderung eine Herzensangelegenheit: „Die Großen im Sport werden oftmals selbstverständlich wahrgenommen, aber gerade die Nachwuchsreiter verdienen besondere Aufmerksamkeit. In der Serie NÜRNBERGER BURG-POKAL geht es nicht nur um sportliche Erfolge, sondern auch darum, Kinder und Jugendliche früh an den Pferdesport heranzuführen. Sie lernen, mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen, sich fair mit anderen zu messen und Verantwortung für ihr Pferd zu übernehmen.“

Die erfolgreiche Turnierserie besteht deutschlandweit bereits seit mehr als drei Jahrzehnten. Auch im Saarland erfreut sich der NÜRNBERGER BURG-POKAL großer Beliebtheit und wird seit über 15 Jahren durchgeführt. „Aus dieser Serie sind bereits zahlreiche erfolgreiche Reiterinnen und Reiter hervorgegangen, darunter sogar Olympiateilnehmer. Deshalb werden wir die Nachwuchsförderung auch in Zukunft fortsetzen und freuen uns bereits auf die Ausgabe im kommenden Jahr“, betonte Faust.

Bei der Siegerehrung dankte Heike Körner, Präsidentin des Pferdesportverbandes Saar, der Nürnberger Versicherung für ihr langjähriges Engagement. Besonders hob sie dabei den Einsatz von Klaus Feilen und Carsten Faust hervor. „Hier geht es nicht nur um sportliche Leistungen auf hohem Niveau, sondern um das Miteinander von Mensch und Pferd sowie die Unterstützung der nächsten Generation im Pferdesport.“

Anschließend übernahm Ulrike Lautemann, Landestrainerin Dressur und Pferdewirtschaftsmeisterin, das Wort zur Vergabe des uvex-Stilpreises. Sie hatte die Teilnehmerinnen nicht nur während der Prüfung, sondern bereits auf dem Abreiteplatz aufmerksam beobachtet.

„Wenn nur ein Stilpreis vergeben wird, bedeutet das nicht, dass alle anderen etwas schlechter gemacht haben“, erklärte Lautemann. „Im Gegenteil. Ich habe heute insgesamt sehr viele faire und harmonische Ritte gesehen.“ Die Entscheidung sei letztlich auf Frida Kolla gefallen, weil ihr Umgang mit der sensiblen Schokolatina besonders überzeugt habe. „Ich kenne das Pferd bereits aus einem Lehrgang und weiß, dass es sich durchaus einmal aufregt. Frida hat ihr Pferd exakt passend zu seinem Gemütszustand abgeritten, ist fair geblieben und hat die Stute auch in der Prüfung hervorragend begleitet.“

Gerade für ihr junges Alter habe Frida diese Aufgabe außerordentlich souverän gelöst. „Richtig reiten reicht, heißt es oft. So einfach ist es aber nicht. Reiten muss immer individuell zum jeweiligen Pferd und Reiter passen. Deshalb hat Frida diesen Preis heute aus voller Überzeugung gewonnen.“

Zum Abschluss wurden auch die Trainerinnen sowie die Mütter der drei Erstplatzierten auf das Podium gebeten. Unter großem Applaus gratulierte Heike Körner den Familien und Ausbildern, die die jungen Talente auf ihrem Weg begleiten, und bedankte sich für ihr Engagement in der Förderung des saarländischen Reitsportnachwuchses. Damit endete ein erfolgreicher Finaltag des NÜRNBERGER BURG-POKAL der saarländischen Junioren 2026, der einmal mehr zeigte, auf welch hohem Niveau die jungen Dressurtalente im Saarland bereits unterwegs sind.

Der Pferdesportverband Saar bedankt sich herzlich beim Ausrichter, dem RV Einöd e.V., für die gelungene Durchführung des Finales sowie beim gesamten Helferteam für dessen großen Einsatz. Ein besonderer Dank gilt der 1. Vorsitzenden Annabelle Herzog, die es sich nicht nehmen ließ, die Siegerehrung persönlich zu begleiten und den Nachwuchsreiterinnen zu ihren Leistungen zu gratulieren. Mit großem Engagement und einer hervorragenden Organisation bot der Verein einen würdigen Rahmen für den Abschluss der traditionsreichen Nachwuchsserie.

Endstand Finale NÜRNBERGER BURG-POKAL der saarländischen Junioren 2026:

1. Frida Kolla (RSV Schwalbach e.V.) mit Schokolatina – 7,4

2. Emilia Meyer (TG Bübinger Hof e.V.) mit Dia Contigo – 7,3

3. Enya Köhler (RSG Berghof-Einöd e.V.) mit Fürstin Karisma R. – 7,2

4. Anna Jung (RV Einöd e.V.) mit Brennabor Melody – 7,1

4. Lea Klän (RV Köllerbach e.V.) mit Hoppenhof’s Hayke – 7,1

6. Luise Veronika van der Koelen (RFV Dreiländereck e.V.) mit Heiligenbergs Drachentanz – 7,0

7. Ronja Schulz (TG Bübinger Hof e.V.) mit Der Pepino – 6,7

8. Michelle Caccamo (RSV Schwalbach e.V.) mit Volpino xx – 6,6

9. Lena Annel (Reitgemeinschaft Pegasus e.V.) mit Romeo 909 – 6,2

10. Lea-Julie Dekeyser (RSV Schwalbach e.V.) mit Sithara 5 – 6,0

10. Lina Henne (RFV Völklingen e.V.) mit Carlo 409 – 6,0