Mit hochklassigem Dressursport und internationalem Flair hat sich am vergangenen Wochenende zum
16. Mal das traditionsreiche Saarlouiser Dressurfestival auf dem Gestüt Wiesenhof präsentiert. An vier
Turniertagen waren rund 500 Starts zu verzeichnen – eine organisatorische Mammutaufgabe für den
veranstaltenden Verein und seine zahlreichen Helferinnen und Helfer.
Über 130 Reiterinnen und Reiter sorgten auf der gepflegten Anlage für Sport auf hohem Niveau. Neben
zahlreichen Starterinnen und Startern aus Deutschland gingen auch Aktive aus Belgien, Luxemburg, Spanien,
Portugal, Dänemark, den USA, Australien und Kanada an den Start. Sowohl von Teilnehmerseite als auch von
den Zuschauern gab es viel Lob für die Organisation, die Atmosphäre und die hervorragenden Bedingungen auf
dem Gestüt Wiesenhof.
Veranstalter Patrick Diny betont, dass der Erfolg des Turniers maßgeblich auf der besonderen Struktur des
Organisationsteams beruhe: „Meine Familie und auch die meisten Vorstandsmitglieder sind selbst sportlich aktiv.
Wir kennen die Perspektive der Reiterinnen und Reiter von innen heraus.“ Mit dieser Sichtweise habe man das
Turnier über Jahre konsequent weiterentwickelt. Insbesondere in den vergangenen drei Jahren sei das Festival –
auch durch die Unterstützung erfolgreicher teilnehmender Reiterinnen und Reiter – sowohl quantitativ als auch
qualitativ deutlich gewachsen.
Die intensive Vorbereitung begann lange vor dem Turnier: An drei Helferwochenenden wurde die Anlage
turnierfertig gemacht. Dass auch die Veranstalter selbst sportlich mitwirken, unterstrich Patrick Diny, der am
ersten Turniertag in einer Reitpferdeprüfung selbst an den Start ging und sich dort den dritten Platz sicherte.
Gemeinsam mit seiner Schwester Michèle Diny hebt er die Bedeutung eines eingespielten und professionellen
Teams hervor: „Ohne absolute Profis an unserer Seite wäre ein Turnier auf diesem Niveau nicht möglich.“
Besonders freue man sich über das positive Feedback international erfahrener Teilnehmer, die neben der
sportlichen Qualität vor allem das familiäre Umfeld und die besondere Kulisse in Saarlouis hervorhoben.
Sportlicher Höhepunkt des Wochenendes war der Große Preis des Saarlandes am Sonntag. Den Sieg sicherte
sich Anna Zeppke mit ihrem zehnjährigen Hannoveraner Wallach Diogenes GG für den gastgebenden Verein. Als
letzte Starterin ritt sie eine eindrucksvolle Kür und sorgte mit einer einhändig gerittenen Schlusslinie im starken
Galopp für tosenden Applaus im Viereck. Der Erfolg bedeutete für Zeppke einen besonderen Meilenstein: „Ich
habe den Sieg gar nicht avisiert, sondern wollte das Beste aus meinem noch jungen Pferd herausholen und
schauen, wie sicher er sich fühlt.“ Trotz der beeindruckenden Kulisse präsentierte sich Diogenes GG arbeitswillig
und konzentriert. Besonders genoss Zeppke die stimmungsvolle Unterstützung des Publikums und lobte die
Organisation des Turniers.
Den zweiten Platz belegte Mathilde Koefoed-Nielsen mit Seziano Forte, die unter dänischer Flagge startete. Die
Vorjahressiegerin des Großen Preises erklärte, sie freue sich jedes Jahr auf das Dressurfestival in Saarlouis und
das besondere Ambiente. Zwar habe sie ihren Titel gerne verteidigt, habe aber früh in Anna Zeppke eine starke
Konkurrenz gesehen. Mit ihrem eigenen Ritt zeigte sie sich zufrieden, auch wenn es kleine Spannungssituationen
gegeben habe.
Eine weitere saarländische Reiterin sicherte sich eine Platzierung: Tina Collbus vom TRV Heiligenwald e.V.
belegte mit Fürst von der Ohe Platz vier.
Mit Blick auf die Zukunft kündigte der Veranstalter an, das Turnier weiterentwickeln zu wollen. Neben Prüfungen
der mittelschweren und schweren Klasse sollen künftig auch weiterhin verstärkt Youngster-Prüfungen angeboten
werden. Aufgrund des enorm positiven Feedbacks rechnet man bereits 2027 mit noch mehr Teilnehmerinnen und
Teilnehmern.
Der Veranstalter dankt abschließend Ministerpräsidentin Anke Rehlinger für die Unterstützung des Pferdesports
und blickt auf ein sportlich anspruchsvolles Wochenende mit hochkarätigen Prüfungen und einem großartigen
Publikum zurück.
