Ein Dressurpony beim Bundeschampionat Vielseitigkeit                                  

Ein Dressurpony beim Bundeschampionat Vielseitigkeit                                  

2020-09-18T11:45:19+01:00

Die Bundeschampionate auf dem Gelände des DOKR wurden in diesem Jahr ohne Zuschauer an zwei Wochenenden ausgetragen. Ende August war die amtierende Vielseitigkeits-Vize-Saarlandmeisterin  Caroline Fritz aus Merzig, die für den Goldbergerhof in Schmelz reitet, als einzige Saarländerin in Warendorf am Start.

 

Mit dem 6-jährigen Deutschen Reitpony Daruby T hatte sie sich auf verschiedenen Turnieren im Saarland und in Rheinland-Pfalz für das Bundeschampionat der fünf- und sechsjährigen Deutschen Vielseitigkeitsponys qualifiziert. Die beiden durften als eines von 17 qualifizierten Paaren aus ganz Deutschland nach Warendorf reisen, nachdem sie dort Anfang August von Pony-Bundestrainer Fritz Lutter beim zweitägigen Sichtungslehrgang am DOKR den letzten Schliff bekommen hatten.

 

Rund 9 Monate haben sich Caroline und Daruby zusammen mit ihrem Trainer Stefan Odenbreit in Schwalbach auf das Bundeschampionat vorbereitet. Daruby – im Alltag liebevoll „Rübe“ genannt – wurde dreijährig von Familie Fickinger aus Perl als Dressurpony für Tochter Elena (12) gekauft, die Anfang September mit ihm in Heiligenwald Vize-Saarlandmeisterin bei den Dressur-Ponys wurde. Weder der Züchter Christian Terbrack, noch die Besitzerin Elke Fickinger haben zunächst auch nur ansatzweise geahnt, was in dem schicken Fuchswallach mit den imposanten Gängen steckt.
In seiner ersten Geländepferdeprüfung im pfälzischen Walshausen konnten sich Daruby und Caroline Anfang Juli mit der Note 8,2 spontan das Ticket für Warendorf sichern.

Dort stand für die beiden am Freitagnachmittag zunächst die Finalqualifikation an.

Daruby T konnte die Richter mit einer souveränen Runde auf dem Warendorfer Militaryplatz überzeugen und zog mit der Note 8,0 als sechstes von elf Ponys ins Finale ein. Nach der Dressur am frühen Samstagmorgen lagen die beiden noch mit einer 8,2 auf dem zweiten Platz. Nach Dressur, Springen und Gelände-Finale am Sonntag belegten sie in der Endabrechnung dann Platz 7.

Alle Beteiligten sind mehr als zufrieden mit der Entwicklung und Leistung des noch jungen Ponys. Ein großer Dank geht an Darubys Besitzer-Familie, an Stefan Odenbreit und an alle, die coronabedingt von Zuhause aus mitgefiebert und Daumen gedrückt haben.

 

Bericht:Angelika Kubina-Fritz

 

Caroline Fritz und „Flying Daruby“ beim Einsprung ins Wasser

(Foto von Lars Lewandowski)

Foto (privat): TEAM DARUBY (von links) Caroline Fritz, Elena (auf Rübe), Elke und Peter Fickinger nach der Meisterschaftsehrung in Heiligenwald